Chakren-Symbole — goldener Lotus als Grundform aller sieben Chakra-Zeichen (KI-generiertes Bild)

Chakren-Symbole und ihre Bedeutung: Die 7 Zeichen im Symbol-Atlas

Vier Blätter unten, tausend Blätter oben, dazwischen ein Sechsstern, eine Mondsichel und die Silbe OM: Die Chakren-Symbole sind eine Bildsprache, die seit über tausend Jahren nahezu unverändert weitergegeben wird. Wer sie lesen kann, versteht auf einen Blick, wofür jedes der sieben Chakren steht. Dieser Symbol-Atlas erklärt alle sieben Zeichen, ihre Bausteine und ihre Bedeutung — und beantwortet die Frage, warum es ausgerechnet fünfzig Blätter sind.

7 Symbole 50 Blätter (Chakra 1–6) 1.000 Blätter (Chakra 7) 6 Bija-Mantras 5 Elemente

Was ist ein Chakra-Symbol? Die fünf Bausteine

Auf den ersten Blick wirken die sieben Zeichen wie hübsche Blumen-Ornamente. Tatsächlich folgen sie einem strengen Bauplan, der in den tantrischen Schriften Indiens festgelegt ist — am ausführlichsten im Shat-Chakra-Nirupana aus dem 16. Jahrhundert, das der Indologe Arthur Avalon 1919 unter dem Titel The Serpent Power ins Englische übertrug. Fast jede Darstellung, die du heute auf Yogamatten, Postern oder als Schmuck siehst, geht auf diese Quelle zurück. Jedes Symbol besteht aus fünf Bausteinen:

  1. Der Lotus (Padma). Die Grundform aller sieben Symbole. Der Lotus wächst aus dem Schlamm durch das Wasser ans Licht und öffnet seine Blüte, ohne dass Schmutz an ihr haftet. In der indischen Bildsprache steht er deshalb für Entfaltung und Reinheit — ein Bild, das auch Buddhismus und Hinduismus in vielen anderen Zusammenhängen nutzen.
  2. Die Blätterzahl. Jedes Chakra hat eine feste Anzahl Blütenblätter: 4, 6, 10, 12, 16, 2 und 1.000. Die Zahl ist kein Zufall und kein Design-Entscheid, sondern trägt eine eigene Bedeutung (dazu weiter unten mehr).
  3. Das Yantra. Die geometrische Figur in der Mitte des Lotus. Sie zeigt das Element, das dem Chakra zugeordnet ist: Quadrat für Erde, Mondsichel für Wasser, Dreieck für Feuer, Sechsstern für Luft, Kreis für Raum. Yantras sind in der tantrischen Tradition eigenständige Meditationsbilder; im Chakra-Symbol sind sie auf ihre Kernform reduziert.
  4. Das Bija-Mantra. In der Mitte des Yantras steht eine einzelne Sanskrit-Silbe: LAM, VAM, RAM, YAM, HAM oder OM. Bija heißt „Samen". Die Silben haben keine Wortbedeutung; sie gelten in der Tradition als Klangkern des jeweiligen Chakras.
  5. Das Trägertier (Vahana). In den klassischen Texten trägt ein Tier die Silbe: Elefant, Krokodil, Widder, Antilope. Auf modernen Darstellungen fehlt dieser Baustein meist — schade, denn er erzählt am anschaulichsten, wofür das Chakra steht.

Dazu kommen in den alten Quellen noch Gottheiten, Sinnesorgane und Buchstaben auf den Blättern. Für das Verständnis der Symbole, wie sie heute verwendet werden, reichen die fünf Bausteine. Ein Detail vorweg, weil es viele überrascht: Die heute üblichen Regenbogenfarben gehören nicht zum klassischen Symbol. Warum, klären wir im Abschnitt zu Farben und Symbolen — oder ausführlich in unserem Beitrag zu den Chakren-Farben und ihrer Bedeutung.

Die 7 Chakren-Symbole auf einen Blick

Bevor wir in den Atlas einsteigen, hier alle sieben Zeichen mit ihren Bausteinen in einer Tabelle — die Reihenfolge läuft wie in der Tradition von unten nach oben:

# Chakra (Sanskrit) Blätter Yantra Element Bija Tier
1 Wurzelchakra (Muladhara) 4 Quadrat + Dreieck Erde LAM Elefant
2 Sakralchakra (Svadhisthana) 6 Mondsichel Wasser VAM Krokodil (Makara)
3 Solarplexuschakra (Manipura) 10 Dreieck, Spitze unten Feuer RAM Widder
4 Herzchakra (Anahata) 12 Sechsstern (Shatkona) Luft YAM Antilope
5 Halschakra (Vishuddha) 16 Kreis im Dreieck Raum/Äther HAM Weißer Elefant
6 Stirnchakra (Ajna) 2 Dreieck + Kreis Licht/Geist OM
7 Kronenchakra (Sahasrara) 1.000 Blütenkranz jenseits der Elemente (Stille)

Die Zuordnungen folgen dem Shat-Chakra-Nirupana; in anderen Schulen weichen einzelne Details ab — etwa das Tier des Sakralchakras oder das Element des Stirnchakras. Wer eine Gesamtübersicht der sieben Chakren mit Bedeutung, Farbe und Alltagsbezug sucht, findet sie auf unserer Seite Die 7 Chakren.

Symbol-Atlas: Die sieben Zeichen und ihre Bedeutung

Jedes Symbol unten ist als Vektorgrafik nach den klassischen Vorgaben gezeichnet: korrekte Blätterzahl, Yantra-Form und Bija-Silbe. Die Farben folgen der modernen Zuordnung, damit du die Zeichen mit unseren Chakra-Beiträgen wiedererkennst.

🔴 1 · Muladhara — der vierblättrige Lotus des Wurzelchakras

LAM
Wurzelchakra: 4 Blätter, Quadrat, Dreieck, LAM

Das Symbol des Wurzelchakras ist das kompakteste der sieben: vier Blätter, im Zentrum ein Quadrat — das Yantra der Erde. Vier Blätter, vier Ecken, vier Himmelsrichtungen: Alles an diesem Zeichen spricht von Stabilität und Begrenzung. Im Quadrat liegt ein nach unten zeigendes Dreieck, das in der Tradition die Schöpferkraft (Shakti) darstellt, die hier in Ruhe verweilt.

Die Silbe LAM wird von einem Elefanten mit sieben Rüsseln getragen — Airavata, das Reittier des Gottes Indra. Der Elefant ist das schwerste Landtier, ein besseres Bild für Erdung gibt es kaum. Die sieben Rüssel deuten in manchen Auslegungen auf die sieben Bestandteile des Körpers, in anderen auf die sieben Chakren, die aus dieser Wurzel wachsen.

Traditionelle Lotusfarbe: Karmesinrot — hier stimmen alte und moderne Zuordnung überein.

🟠 2 · Svadhisthana — sechs Blätter und eine Mondsichel

VAM
Sakralchakra: 6 Blätter, Mondsichel, VAM

Das Symbol des Sakralchakras zeigt sechs Blätter und in der Mitte eine weiße Mondsichel. Der Mond bewegt die Gezeiten, und Wasser ist das Element dieses Chakras — die Sichel ist das Yantra des Fließenden, Wandelbaren. In vielen Darstellungen liegt sie in einem zweiten Kreis, der wie eine Wasseroberfläche wirkt.

Das Trägertier ist das Makara, ein mythisches Krokodil, das in der indischen Kunst häufig als Wasserwesen an Tempeltoren erscheint. Es trägt die Silbe VAM. Das Makara lebt zwischen zwei Welten, Land und Wasser — ein Bild für Sinnlichkeit, Kreativität und die Fähigkeit, sich auf Unbekanntes einzulassen.

Traditionelle Lotusfarbe: Zinnoberrot, nicht Orange. Das Orange stammt aus der modernen Regenbogenordnung.

🟡 3 · Manipura — zehn Blätter um ein Feuer-Dreieck

RAM
Solarplexuschakra: 10 Blätter, Dreieck, RAM

Das Solarplexuschakra trägt zehn Blätter. Sein Yantra ist ein Dreieck mit der Spitze nach unten — das klassische Zeichen des Feuers, oft mit kleinen T-förmigen Auswüchsen an den Seiten, den sogenannten Svastika-Marken, die in alten Darstellungen Flammen andeuten. Der Name Manipura bedeutet „Stadt der Juwelen"; das Dreieck ist der Kern dieser leuchtenden Stadt.

Die Silbe RAM sitzt auf einem Widder, dem Reittier des Feuergottes Agni. Der Widder geht mit dem Kopf voran — Willenskraft, Entschlossenheit, manchmal auch Sturheit. Wer das Symbol kennt, erkennt darin sofort das Thema dieses Chakras.

Traditionelle Lotusfarbe: blauschwarz „wie eine Regenwolke" — die größte Abweichung zur modernen Farbe Gelb.

🟢 4 · Anahata — welches Symbol hat das Herzchakra?

YAM
Herzchakra: 12 Blätter, Sechsstern, YAM

Das Symbol des Herzchakras wird am häufigsten gesucht — und am häufigsten falsch gedeutet. Es zeigt zwölf Blätter und in der Mitte einen Sechsstern aus zwei verschränkten Dreiecken, das Shatkona. Das Dreieck mit der Spitze nach oben steht für das aufsteigende, geistige Prinzip (Shiva), das mit der Spitze nach unten für das schöpferische, materielle (Shakti). Im Herzchakra treffen sie sich — es ist die Mitte des Systems, drei Chakren darunter, drei darüber.

Der Sechsstern ist kein Davidstern. Beide Zeichen sehen gleich aus, sind aber unabhängig voneinander entstanden; das Shatkona ist in der indischen Kunst seit Jahrhunderten belegt. Das Trägertier ist eine schwarze Antilope, ein scheues, schnelles Tier, das für Wachsamkeit und Zartheit steht. Die Silbe lautet YAM, das Element ist Luft — das erste Element, das man nicht mehr sehen kann.

Traditionelle Lotusfarbe: Rot bis Zinnober; Grün und Rosa sind moderne Zuordnungen.

🔵 5 · Vishuddha — sechzehn Blätter und der leere Kreis

HAM
Halschakra: 16 Blätter, Kreis im Dreieck, HAM

Das Halschakra hat mit sechzehn Blättern die meisten der sechs unteren Chakren. Sein Yantra ist ein Kreis in einem Dreieck. Der Kreis steht für den Raum, das Element Akasha — das, worin alle anderen Elemente Platz finden. In manchen Darstellungen ist der Kreis leer wie ein Vollmond, in anderen wird er als Tropfen oder als Himmelsscheibe gezeichnet.

Die Silbe HAM trägt ein weißer Elefant — wieder Airavata, diesmal aber ohne die sieben Rüssel und schneeweiß. Elefanten kommunizieren über weite Distanzen mit tiefen Lauten, die Menschen kaum hören; ein schönes Bild für ein Chakra, das für Ausdruck und Zuhören steht. Die sechzehn Blätter tragen traditionell die sechzehn Vokale des Sanskrit — die Laute, die man ohne Zunge und Lippen bilden kann, mit reinem Atem.

Traditionelle Lotusfarbe: Rauchpurpur; Hellblau ist modern.

🟣 6 · Ajna — zwei Blätter und das Om

OM
Stirnchakra: 2 Blätter, Dreieck, OM

Das Symbol des Stirnchakras ist das schlichteste: zwei Blätter, links und rechts eines Kreises, dazu ein Dreieck mit der Spitze nach unten. Die zwei Blätter werden oft als die beiden Flügel eines Auges gelesen — das „dritte Auge" — oder als die zwei Seiten von allem, was das Denken trennt: Ich und Du, Innen und Außen. Manche Schulen sehen darin die beiden Energiekanäle Ida und Pingala, die sich hier vereinen.

In der Mitte steht kein gewöhnliches Bija, sondern OM (auch AUM), die bekannteste Silbe der indischen Spiritualität. Ein Trägertier gibt es nicht mehr — die Tradition sagt, ab hier braucht das Bewusstsein kein Tier mehr, das es trägt. Das Element ist nicht eines der fünf materiellen, sondern Licht oder Geist (Manas).

Traditionelle Lotusfarbe: Weiß wie der Mond; Indigo ist die moderne Zuordnung.

🟪 7 · Sahasrara — der tausendblättrige Lotus

Kronenchakra: 1.000 Blätter, kein Yantra

Das Kronenchakra bricht mit dem Bauplan der anderen sechs. Es hat tausend BlätterSahasrara heißt wörtlich „tausendfältig" — und in seiner Mitte kein Yantra, kein Element und kein Tier. Die klassischen Texte beschreiben den Lotus als nach unten geöffnet, über dem Scheitel schwebend, mit Blättern in allen Farben, die im Licht schimmern.

Die Zahl Tausend ist nicht wörtlich gemeint. Sie steht für das Unzählbare: 50 Buchstaben mal 20 Lagen ergibt in der Tradition den vollständigen Kranz. In der Praxis zeichnen Künstler zwischen 20 und einigen hundert Blättern in mehreren Ringen — wichtig ist, dass der Kranz offen und ohne erkennbare Zählung wirkt. Als Silbe wird entweder Stille genannt oder ein OM, das nicht mehr ausgesprochen wird.

Traditionelle Lotusfarbe: vielfarbig oder weiß; Violett ist modern.

Warum genau 50 Blätter? Das Alphabet der Chakren

Addiere die Blätter der sechs unteren Chakren: 4 + 6 + 10 + 12 + 16 + 2. Das Ergebnis ist 50 — und das Sanskrit-Alphabet hat in seiner klassischen Zählung exakt 50 Buchstaben: 16 Vokale und 34 Konsonanten. In den tantrischen Texten steht auf jedem Blatt ein Buchstabe, geschrieben in Devanagari und jeweils mit einem Nasal (Anusvara) versehen, sodass jedes Blatt eine sprechbare Silbe trägt.

4Wurzel
6Sakral
10Solarplexus
12Herz
16Hals
2Stirn
= 50Buchstaben des Sanskrit

Die Verteilung ist nicht willkürlich. Das Halschakra, das Chakra der Sprache, trägt die 16 Vokale — die Laute, die den Atem am wenigsten formen. Vom Herzchakra abwärts folgen die Konsonanten in der Reihenfolge des Alphabets, bis auf dem Wurzelchakra die letzten vier stehen. Das Stirnchakra trägt die beiden Zeichen, die im Alphabet zwischen den Klassen stehen: ha und ksha.

Die Idee dahinter: Der ganze Klangraum der Sprache ist im Körper verteilt. Wer das Alphabet rezitiert, wandert in dieser Vorstellung einmal durch alle Chakren. Das erklärt auch, warum Mantra-Rezitation in der Chakra-Tradition so zentral ist — und warum das Kronenchakra mit 1.000 Blättern „alle Buchstaben zwanzigmal" enthält: die Sprache in ihrer Gesamtheit, ohne dass noch ein einzelnes Wort nötig wäre.

Hände zeichnen ein Lotus-Mandala in ein Journal im Morgenlicht — Chakren-Symbole im Alltag (KI-generiertes Bild)
Ein Symbol selbst zu zeichnen ist der einfachste Weg, es zu verstehen: Blätter zählen, Yantra setzen, Silbe eintragen. (KI-generiertes Bild)

Farben und Symbole: Was alt ist und was neu

Wer heute nach Chakren-Symbolen sucht, findet sie fast immer in Regenbogenfarben: rotes Wurzelchakra, oranges Sakralchakra, gelber Solarplexus, grünes Herz, hellblauer Hals, indigoblaue Stirn, violette Krone. Diese Ordnung ist eingängig, aber jung. Sie geht auf den Theosophen Charles Leadbeater (1927) und vor allem auf Christopher Hills zurück, der sie 1977 in Nuclear Evolution systematisch mit dem Lichtspektrum verband. Seitdem hat sie sich weltweit durchgesetzt.

Die Formen der Symbole sind dagegen alt und stabil. Blätterzahl, Yantra und Bija sind in Texten des 10. bis 16. Jahrhunderts belegt und werden bis heute so gezeichnet. Wenn du also ein Chakra-Symbol auf Echtheit prüfen willst, achte nicht auf die Farbe, sondern auf drei Dinge: Stimmt die Blätterzahl? Stimmt das Yantra? Steht die richtige Silbe darin? Ein zwölfblättriger Lotus mit Sechsstern ist ein Herzchakra — egal ob grün, rosa oder gold.

Für unsere Beiträge nutzen wir die moderne Farbordnung, weil sie heute die gemeinsame Sprache ist. Die Symbole in diesem Atlas sind darum farbig, aber in der Form klassisch. Wer tiefer in die Farbfrage einsteigen will — inklusive der Frage, was Schwarz, Weiß oder Rosa bei Chakren bedeuten —, findet alles im Beitrag Chakren-Farben und ihre Bedeutung.

Om, Lotus, Mandala: drei Zeichen, die oft verwechselt werden

Das Om-Zeichen und die Zustände des Schlafs

Das Om (ॐ) ist das Bija des Stirnchakras und zugleich das bekannteste Symbol der indischen Spiritualität — weshalb es oft fälschlich als „Symbol aller Chakren" gilt. Seine Form ist eine kleine Lehre für sich: Die drei Bögen stehen traditionell für die drei Bewusstseinszustände Wachen (Jagrat), Träumen (Svapna) und Tiefschlaf (Sushupti). Der Halbkreis darüber ist der Schleier der Illusion (Maya), der Punkt darüber der vierte Zustand — Turiya, reines Bewusstsein jenseits der drei.

Dass der Tiefschlaf in diesem Zeichen als eigener, vollwertiger Zustand erscheint, sagt viel über das indische Denken: Schlaf ist hier kein Ausfall des Bewusstseins, sondern eine seiner drei Grundformen. Wer sich abends bewusst auf die Nacht einstellt, ehrt in dieser Sichtweise einen Zustand, der dem Wachen gleichrangig ist. Ein paar einfache Wege dazu beschreibt unser Guide zur Meditation zum Einschlafen.

Der Lotus ohne Yantra

Ein Lotus allein — ohne Yantra, ohne Silbe — ist kein Chakra-Symbol, sondern das allgemeine Sinnbild für Reinheit und Entfaltung, das in Hinduismus, Buddhismus und Jainismus verwendet wird. Auf Yogamatten und Logos ist meist dieser allgemeine Lotus gemeint. Erst die Blätterzahl und das Zeichen in der Mitte machen aus dem Lotus ein bestimmtes Chakra.

Mandala versus Chakra-Symbol

Mandalas sind kreisförmige Meditationsbilder mit konzentrischen Mustern, meist ohne feste Bedeutung der einzelnen Elemente. Chakra-Symbole sind zwar auch rund, aber jedes Detail ist festgelegt und lesbar. Ein Mandala kann man frei gestalten; bei einem Chakra-Symbol wäre das, als würde man einen Buchstaben umzeichnen. Beim Ausmalen von Mandalas mit Chakra-Bezug lohnt darum ein Blick auf die Vorlage: Stimmen Blätter und Yantra, ist es ein Chakra-Symbol — sonst ein Mandala in Chakra-Farben.

Chakren-Zeichen im Alltag: Schmuck, Tattoo, Wand und Schlafraum

Die Symbole leben heute vor allem außerhalb der Texte: an Ketten, auf Haut, an Wänden. Vier Beobachtungen, die helfen, sie bewusst einzusetzen:

  • Schmuck. Am häufigsten getragen werden Herz- und Stirnchakra — der Sechsstern und das Om. Achte auf die Blätterzahl: Viele günstige Anhänger zeigen acht Blätter, weil sich das leichter gießen lässt. Ein echtes Anahata hat zwölf.
  • Tattoo. Chakren-Symbole sind keine geschützten religiösen Zeichen; sie zu tragen ist üblich und akzeptiert. Beim Om gilt in Indien eine Regel des Respekts: nicht auf Füße, Knöchel oder unter die Gürtellinie. Die Silben werden in Devanagari geschrieben — wer sie in lateinischen Buchstaben tätowiert, hat ein Transkript, kein Symbol.
  • Wand und Raum. Als Bild wirkt die vollständige Siebener-Reihe von unten nach oben — so, wie sie am Körper gedacht ist. Ein einzelnes Symbol setzt einen Akzent: das Wurzelchakra im Eingangsbereich, das Herzchakra im Wohnraum. Wie Farben und Zeichen im Schlafzimmer ruhig wirken statt unruhig, zeigt unser Feng-Shui-Guide für den Schlafraum.
  • Zeichnen. Der beste Weg, ein Symbol zu verstehen, ist, es selbst zu zeichnen: Kreis, Blätter zählen, Yantra setzen, Silbe eintragen. Wer die sieben einmal von Hand gezeichnet hat, verwechselt sie nie wieder. Ein Notizbuch und zehn Minuten am Abend reichen.

Die Symbole im AURIPURA® Schlafsystem

Als wir die AURIPURA® Chakrenmatratze entwickelt haben, war die Symbolik der Ausgangspunkt: sieben Energiestäbe, von der Wurzel bis zur Krone entlang der Körperlinie angeordnet, jeder in der Farbe seines Chakras. Die Stäbe tragen die Sanskrit-Namen der Symbole — Muladhara Essence, Svadhishthana Flow, Manipura Flame, Anahata Bloom, Vishuddha Whisper, Ajna Vision, Sahasrara Radiance. Wer den Atlas oben gelesen hat, kennt jetzt die Bedeutung jedes Namens.

Das ist bewusst ein Symbol, kein Wirkversprechen: Der Schlafplatz trägt die Ordnung, die in diesem Beitrag beschrieben ist, so wie ein Bild an der Wand oder ein Anhänger sie trägt — nur eben dort, wo wir ein Drittel unseres Lebens verbringen. Wer mit einem einzelnen Zeichen beginnen möchte: Den Anahata-Energiestab mit dem Sechsstern des Herzchakras gibt es auch einzeln; die Serenity Matratze enthält alle sieben.

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Alle 7 Chakren im Detail

Zu jedem Symbol gibt es einen ausführlichen Beitrag mit Bedeutung, Farbe und Alltagsimpulsen:

Häufige Fragen zu den Chakren-Symbolen

Was bedeuten die Chakren-Symbole?

Jedes der sieben Symbole ist ein stilisierter Lotus mit einer festen Blätterzahl (4, 6, 10, 12, 16, 2 und 1.000). In der Mitte steht ein geometrisches Zeichen für das zugeordnete Element und eine Sanskrit-Silbe, das Bija-Mantra. Zusammen fassen sie die Bedeutung des Chakras in einem Bild zusammen: Erdung, Fließen, Wille, Verbindung, Ausdruck, Einsicht, Weite.

Welches Symbol hat das Herzchakra?

Einen zwölfblättrigen Lotus mit einem Sechsstern (Shatkona) aus zwei verschränkten Dreiecken in der Mitte. Die Silbe lautet YAM, das Element ist Luft, das Trägertier eine Antilope. Der Sechsstern steht für das Zusammentreffen von Gegensätzen in der Mitte des Systems.

Wie viele Blätter haben die Lotusblüten der Chakren?

Von unten nach oben 4, 6, 10, 12, 16, 2 und 1.000. Die sechs unteren ergeben zusammen 50 — die Zahl der Buchstaben im Sanskrit-Alphabet. Jedem Blatt ist traditionell ein Buchstabe zugeordnet.

Was ist ein Bija-Mantra?

Eine einzelne Sanskrit-Silbe („Samen-Silbe"), die einem Chakra zugeordnet ist und in dessen Symbol steht: LAM, VAM, RAM, YAM, HAM und OM. Die Silben haben keine Wortbedeutung; sie gelten in der Tradition als Klangkern des Chakras und werden in der Meditation leise wiederholt.

Was bedeutet das Om-Zeichen?

Om (ॐ) ist die Silbe des Stirnchakras. Seine drei Bögen stehen für Wachen, Träumen und Tiefschlaf, der Halbkreis für den Schleier der Illusion und der Punkt für den vierten Zustand reinen Bewusstseins (Turiya).

Sind die Chakra-Farben Teil der Symbole?

Nur teilweise. Die Regenbogen-Zuordnung stammt aus dem 20. Jahrhundert; in den alten Texten haben die Lotusblüten andere Farben — das Solarplexuschakra etwa wird als blauschwarze Regenwolke beschrieben. Form, Blätterzahl und Silbe sind dagegen seit Jahrhunderten stabil.

Darf man Chakren-Symbole als Tattoo oder Schmuck tragen?

Ja. Die Symbole gehören zu einer offenen spirituellen Tradition. Wer sie trägt, sollte Blätterzahl und Silbe korrekt wiedergeben und das Om respektvoll platzieren — nicht auf Füßen oder Schuhen.

Lesetipps zum Weiterlesen

Hinweis: Die Chakra-Lehre — einschließlich ihrer Symbole, Mantras und Zuordnungen — ist eine traditionelle spirituelle Symbollehre und stellt keine medizinischen Aussagen dar. Die beschriebenen Praktiken sind kulturelle und achtsamkeitsorientierte Traditionen, keine Therapien. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an deinen Arzt oder eine medizinische Fachkraft.

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